Wasser ist ein schützenswertes Gut, das in den letzten Jahren immer knapper geworden ist. Grund hierfür
ist unter anderem der Klimawandel, der zu weniger Niederschlägen und somit auch zu einer geringeren
Bildung von Grundwasser führt. Aufgrund der fehlenden Niederschläge werden mehr Flächen bewässert,
so sieht man z.B. in der Landwirtschaft deutliche Anstiege der Wassernutzung durch Brunnen, aber auch
der Wasserverbrauch pro Einwohner im Haushalt steigt.
Um die Wasserversorgung für Trinkwasser, Landwirtschaft und Gewerbe sicher zu stellen und auch die
negativen Auswirkungen auf die Natur und Umwelt zu reduzieren, hat der Landkreis Diepholz in 2020
angefangen, wesentliche Maßnahmen dafür in einem Wasserversorgungskonzept zusammen zu fassen.
Auch wenn der Landkreis in großen Maßen das Thema Wasser weiter bearbeitet, möchten wir auf der
Ebene der Gemeinde Handlungsmöglichkeiten näher beleuchten und daraus mögliche Rückschlüsse ziehen.
Deshalb beantragen wir
- Eine öffentlichen Informationsveranstaltung zum Thema Wasser
- Die Erarbeitung eines kommunalen Wasserversorgungskonzept (geschätzte Kosten 20.000 Euro), in
dem die möglichen Handlungsfelder der Gemeinde dargestellt werden. Betrachtet werden sollen u.a.:- Möglichkeiten der Preisgestaltung Wasser und Abwasser, z.B. über Staffelungen Grundverbräuche
und erhöhte Verbräuche - Erarbeitung von Alternativen zur Abwasserentsorgung
- erhöhte Regenwassernutzung
- Entsiegelung
- Alternativen zur Grundwasserabsenkung bei Neubauten
- Management der Wasserspeicherung z.B. durch Rigolen oder Regenrückhaltebecken
- Renaturierungsmaßnahmen
- Kommunale Förderprogramme für Bürger_innen für Einsparmaßnahmen
- Möglichkeiten der Preisgestaltung Wasser und Abwasser, z.B. über Staffelungen Grundverbräuche
- Für vorgezogene oder begleitende Maßnahmen zur Erhaltung des Grundwassers und der Gewässer
300.000 Euro für dieses Jahr.
Aus dem Konzept entstehende Projekte müssen natürlich in den nächsten Haushalten beraten und
beschlossen werden.